Webdesigner/in vs. Webentwickler/in – Wo liegen die Unterschiede?

Heute möchte ich mich einer Frage widmen, die mir in letzter Zeit sehr häufig von euch gestellt wurde: Wie werde ich Webdesigner/in oder Webentwickler/in?

Gleich vorweg lässt sich dazu wohl sagen, dass es nicht „den einen Weg“ gibt Webdesigner/in oder Webentwickler/in zu werden. Ganz im Gegenteil sogar. Gerade im Web-Bereich führen sehr viele, aber nicht alle Wege nach Rom. Mit ausreichend Lernbegeisterung, Motivation und Kreativität, können auch Quereinsteiger/innen in diesem Bereich Fuß fassen und Erfolg haben. Wie das funktionieren kann und welche klassischen Karrierewege es gibt, schauen wir uns aber in Teil 2 und Teil 3 dieser Mini-Serie an. Dieses Mal starten wir mit der grundlegendsten Frage:

Webdesigner/in vs. Webentwickler/in – Wo liegen die Unterschiede?

Etwas verkürzt kann man auch sagen: Webdesigner/innen sind die “gestalterischen Kreativen” und Webentwickler/innen sind die “pragmatischen Programmierer/innen”. Beides ist natürlich nicht wertend gemeint. Es ist lediglich eine grobe Einordnung, um uns den Einstieg ins Thema etwas zu erleichtern. Es gibt genug Webdesigner/innen, die große Webanwendungen programmieren. Genauso gibt es genug Webentwickler/innen, die auch gestalterisch ordentlich was auf dem Kasten haben. Beides ist also möglich, aber zumindest in der Theorie unterscheiden sich die Arbeitsschwerpunkte trotzdem deutlich.

Der/die Webdesigner/in

Die Kernaufgaben eines Webdesigners/einer Webdesignerin sind insbesondere die Gestaltung, Erstellung und Pflege von Websites. Hier spielen vor allem UI- und UX-Design eine zentrale Rolle. UI-Design steht kurz für User-Interface-Design, also die Gestaltung der Benutzeroberfläche. Es dreht sich vor allem um die Gestaltung im Hinblick auf die Bedienbarkeit und Interaktion mit der Website. UX-Design steht kurz für User-Experience-Design, also das Design des Benutzer-Erlebnisses. Dort beschäftigt man sich vor allem mit der Erfahrung, also dem Erlebnis, den Emotionen, den Gefühlen, aber auch der Manipulation der Nutzer. Der/die Webdesigner/in ist also primär im Frontend, also der sichtbaren Benutzeroberfläche einer Website, zuhause.

Die Arbeit im Frontend beeinflusst natürlich auch die technischen Fähigkeiten eines Webdesigners/einer Webdesignerin. Seine Hauptwerkzeuge sind HTML, CSS und JavaScript. Heutzutage vor Allem auch JavaScript-Frameworks wie React, Angular und Node.js. Die meisten Webdesigner sind auch mit der Adobe Creative Cloud vertraut und arbeiten regelmäßig in Photoshop, InDesign und Illustrator.
Neben diesen Kernfähigkeiten haben die meisten Webdesigner/innen auch gute Kenntnisse in mindestens einer Backend-Programmiersprache, häufig PHP oder Java und Grundkenntnisse im Bereich der Datenbanken.

Der/die Webentwickler/in

Im Gegensatz zum Webdesigner/zur Webdesignerin, hat ein/e Webentwickler/in meist wenig mit der künstlerischen Gestaltung einer Website zu tun. Er/sie kümmert sich hauptsächlich um die Programmierung der Anwendungen hinter den Kulissen: im Backend. Auch er/sie weiß natürlich, wie das Frontend einer Website funktioniert. Der Schwerpunkt liegt jedoch im Backend, also dem für den Nutzer nicht sichtbaren Teil der Seite. Oft fällt es auch in den Aufgabenbereich eines Webentwicklers/einer Webentwicklerin dem Entwurf (HTML + CSS + JS) eines Webdesigners/einer Webdesignerin, das nötige Leben unter der Haube einzuhauchen. An einem kurzen Beispiel erklärt: Der/die Webdesigner/in gestaltet das Anmeldeformular für einen Newsletter und der/die Webentwickler/in sorgt dann dafür, dass auch etwas passiert, wenn man seine E-Mail-Adresse einträgt und auf „Anmelden“ klickt.
Hieraus ergibt sich natürlich ein ungefährerer Technologie-Stack. Die Werkzeuge sind eine oder mehrere Programmiersprachen, wie PHP, Java, Python, C oder C++, Kenntnisse in Datenbanken, hier vor allem SQL und Datenbankdesign, und auch durchaus fundiertes Wissen im administrativen Bereich, also Server und Netzwerktechnologie. Da den meisten Webentwickler/innen auch das Frontend nicht komplett fremd ist, sind oft auch gute Kenntnisse in HTML, CSS und JavaScript vorhanden. Mit der Creative Cloud werden die meisten Webentwickler/innen aber weniger bis gar nichts zu tun haben.

Was willst du werden?

Jetzt zum Schluss würde mich eure Meinung interessieren: Welcher der beiden Bereiche hört sich für euch persönlich spannender an? Hier geht’s zur Umfrage: https://doodle.com/poll/8ix6gpuyuntr2v5g?utm_source=poll&utm_medium=link

Die Ergebnisse teile ich am Ende dieser Mini-Serie wieder mit euch. Ich bin gespannt auf eure Meinungen!

Karriere als Webentwickler?

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